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Mythos Mash

Vom diätischen Futtermittel zum „All day Goodie“

Rührst du auch gern in einem großen Eimer mit leckerem Futter für dein Pferd? So ziemlich jeder von uns wird seinem Pferd schon einmal eine Portion Pampe angerührt haben. Mash, so die gängige Bezeichnung unter Reitern, ist heute ein Sammelbegriff für Futtermischungen geworden, die mit Wasser angerührt werden und als leicht verdaulich und schmackhaft gelten. Mash ist schon lange nicht mehr das typische diätische Futtermittel, dass man nur zur Rekonvaleszenz (= Genesung) füttert. Vielmehr ist es ein leckeres Goodie zur Belohnung geworden, um seinem Vierbeiner etwas Gutes zu tun.

 

Der Klassiker

Das klassische Mash ist zwischen all den bunten Fertigmischungen absolut unspektakulär. Bestehend aus einem Gemisch aus (Quetsch-)Hafer, Leinsamen und Weizenkleie sowie einer Portion Salz wird das Mash auf altmodische Weise mit reichlich kochend heißem Wasser übergossen, ziehen gelassen und lauwarm verfüttert. Diese hochverdauliche, schmackhafte Mischung wird gern an kranke oder stark belastete Pferde gefüttert. Du kennst das Mash bestimmt als Zufutter nach Koliken.

Hafer + Weizenkleie + Leinsamen = klassisches Mash

Dabei spielt die Weizenkleie, die man einem gesunden Pferd sonst kaum geben würde, eine zentrale Rolle. Sie wirkt leicht abführend und unterstützt so den angeschlagenen Verdauungstrakt. Auch die Leinsamen und deren enthaltene Schleimstoffe unterstützen Magen und Darm. Der Hafer wird oftmals der Schmackhaftigkeit wegen untergemischt und kann bei Pferden mit gutem Appetit auch weggelassen werden. Du weißt aus unseren anderen Beiträgen vielleicht schon, was du bei der Haferfütterung beachten musst, und dass Hafer nicht grundsätzlich schlecht ist. (HIER kannst du noch einmal nachlesen!)

Das klassische Mash eignet sich durch den hohen Anteil an Weizenkleie nicht zur dauerhaften Fütterung!

Entgegen der landläufigen Meinung ist Mash auch kein Futtermittel, mit dem du deinem Pferd „etwas auf die Rippen fütterst“. Je nach Mischung kann es selbstverständlich kalorienreich sein.

Der Grundgedanke von Mash ist die diätische Wirkung, also die Versorgung des Pferdes bei Abweichungen vom normalen Stoffwechsel [sprich: Krankheit, Belastung].

Das typische „Irish Mash“ besteht übrigens aus einer ähnlichen Grundmischung. Als Schmankerl oben drauf gönnen die Iren ihren Pferden dabei aber noch eine Flasche Guinness, um die Akzeptanz noch einmal zu erhöhen. Viele Produkte, die mit Kräutern zum Appetitanregen versetzt sind, laufen heute unter diesem Namen. Die Variante mit dem Bier als Zusatz ist doch eher unüblich geworden und wurde stattdessen vom Malzbier teilweise ersetzt.

Der Trend: mit Mash belohnen

Viele Reiter gönnen ihrem Pferd nach der Arbeit eine besondere Belohnung und greifen dabei gern auf fertig gemischte Mash-Sorten zurück, die jedoch nur noch selten den Grundcharakter des Klassikers besitzen. Oftmals hat die Vielzahl der Produkte nur noch eins gemeinsam: du mischst sie mit Wasser an. Ob getreidefrei oder mit Kräutern – die Zusammensetzung unterscheidet sich oft erheblich und einige dieser Sorten können durchaus täglich und langfristig verfüttert werden.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe ist immer ratsam!

Du wirst oftmals Rübenschnitzel, Leinsamen, Flohsamenschalen oder Kräuter in der Liste der Inhaltsstoffe finden. Das sind Komponenten, die der Verdauung durchaus guttun, wenn sie in entsprechender Menge gefüttert werden und so überhaupt die Chance bekommen, ihre Wirkung zu entfalten. Solche Mischungen sind als Goodie zwischendurch und für das gute Gewissen des Reiters ideal – als Grundlage zum Auffüttern von Pferden oder als Kraftfutterersatz eignen sie sich jedoch oftmals nicht. Angefeuchtete Futtermittel sollten außerdem zeitnah verfüttert werden, damit es nicht zu Gärprozessen im Mash kommt. Vor allem im Sommer können solche Mischungen schnell „kippen“ und sind dann nur noch für den Mistberg geeignet.

Mit Sinn und Verstand

So gut die Fütterung von Mash auch gemeint sein mag – mach dir bewusst, wofür es gut ist! Schau dir die Zusammensetzung vor dem Kauf genau an und greif im Zweifel für die Belohnung deines gesunden Pferdes auf eine Hand voll Hafer oder eine Möhre extra zurück. Eine angepasste diätische Fütterung für Pferde unter besonderen Belastungen, seien es Stehzeiten oder Krankheiten, ist wichtig und angebracht.

Wir helfen dir gern, ein passendes Mash für die Bedürfnisse deines Pferdes zusammenzustellen und greifen dabei auch in die Kräuterkiste, um die Verdauung zusätzlich zu unterstützen. Leider sind in Fertigmischungen oftmals nur sehr geringe Kräuteranteile enthalten – zu gering dosiert, um eine tatsächliche Wirkung zu haben und stattdessen nur die Akzeptanz erhöhen.

Mit einer passenden Mischung kannst du deinem Pferd etwas Gutes nach getaner Arbeit tun. Ohne unnötigen Schnickschnack. Dafür haben wir dir eine hochwertige Mischung erstellt – unser Allerley Apfelmash.

 

Ich bin übrigens auch eine aus der „Pampe-Fraktion“ und freue mich, wenn mein Pony genüsslich in ihren Eimer schmatzt.

Liebe Grüße, Linda

By |2018-07-17T13:24:43+00:00Juli 17th, 2018|Fütterung|0 Comments

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